Fahrzeugfolierung kalkulieren: das Angebot in fünf Schritten.

Ein Folierungsangebot besteht aus Material, Arbeitszeit, Nebenkosten und Aufschlag. Wer diese Blöcke je Bauteil festhält, kalkuliert nachvollziehbar und kann jedes Angebot erklären.

Stand: 13.10.2026

1. Fahrzeug und Umfang festhalten

Zuerst klärst du, was überhaupt gemacht werden soll: Vollfolierung oder Teilfolierung, welche Bauteile (zum Beispiel Motorhaube, Dach, Türen, Stoßfänger) und welche Fahrzeugklasse. Die Größe des Fahrzeugs bestimmt Folienbedarf und Arbeitszeit, deshalb gehört sie in jedes Angebot.

Halte auch den Zustand des Lacks fest, bevor du zusagst. Vorarbeiten wie Reinigung, Lackkorrektur oder das Abbauen von Anbauteilen kosten Zeit und gehören als eigene Positionen ins Angebot.

2. Folienbedarf je Bauteil bestimmen

Rechne den Bedarf je Bauteil und nicht pauschal fürs ganze Auto. Auf den Bedarf kommt ein Verschnitt in Prozent, denn Zuschnitt, Fehlversuche und die Rollenbreite verbrauchen mehr Folie, als die reine Fläche vermuten lässt. Wie hoch der Verschnitt ist, legt jeder Betrieb aus Erfahrung fest; er unterscheidet sich je nach Bauteil und Folie.

Vergleiche nach jedem Auftrag den tatsächlichen Verbrauch mit deiner Annahme. Nach wenigen Aufträgen siehst du, wo dein Verschnitt zu knapp oder zu großzügig ist.

3. Arbeitszeit mit eigenem Stundensatz

Schätze die Stunden je Bauteil und multipliziere sie mit deinem Stundensatz. Die beste Quelle sind deine eigenen abgeschlossenen Aufträge: Wie lange hat die Motorhaube beim letzten Mal wirklich gedauert?

4. Nebenkosten und Materialaufschlag

Verbrauchsmaterial, Reinigung, Demontage, Anfahrt: Was nicht in der Arbeitszeit steckt, braucht eine eigene Zeile. Auf das Material kommt ein Aufschlag in Prozent, der Einkauf, Lagerung und Risiko abdeckt.

5. Netto, Steuer und Anzahlung klar ausweisen

Zeige, ob die Beträge netto oder brutto sind, und weise die Umsatzsteuer aus. Bei Sonderfarben oder teurer Folie ist eine Anzahlung üblich, weil du das Material vorab bestellst. Nenne außerdem, wie lange das Angebot gilt.

Checkliste vor dem Absenden

  • Voll- oder Teilfolierung und alle Bauteile genannt
  • Fahrzeugklasse und Lackzustand festgehalten
  • Folienbedarf je Bauteil mit Verschnitt
  • Arbeitszeit je Bauteil mit Stundensatz
  • Vorarbeiten und Nebenkosten als eigene Zeilen
  • Netto, Umsatzsteuer, Brutto und Gültigkeit ausgewiesen
  • Anzahlung und Zahlungsziel genannt

Wie mobilnova dabei hilft

In mobilnova berechnet die Folienkalkulation den Preis je Bauteil nach der Formel deines Betriebs: Folienbedarf, Verschnitt, Materialaufschlag und Arbeitszeit mit deinem Stundensatz. Die Werte pflegst du selbst im Leistungskatalog; gerechnet wird nach festen Regeln, nie von einem Sprachmodell. Der Assistent kann aus Kundenfotos ein Angebot vorbereiten, du prüfst es in der Freigabe.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte der Verschnitt bei der Folierung sein?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Der Verschnitt hängt vom Bauteil, von der Folie und von deiner Routine ab. Lege ihn je Bauteilart fest und prüfe ihn nach jedem Auftrag gegen den echten Verbrauch.

Pauschal oder je Bauteil anbieten?

Je Bauteil ist nachvollziehbarer: Der Kunde sieht, woraus der Preis entsteht, und du kannst Teilfolierungen und Änderungswünsche sauber nachrechnen.

Sprich mit uns, bevor du entscheidest.

Fünf Pilotplätze. Im Pilotgespräch klären wir, ob der Assistent zu deinem Betrieb passt.

Der Pilot dauert zwei Monate und kostet einmalig 99 € zzgl. USt. Informationsseite, kein Vertragsangebot.